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Martin Bucer Seminar

Kurstext 2 · zu Episode 2

Der Fall und die Verkehrung des Bildes

1. Der Fall als Richtungsänderung, nicht als Funktionsstörung

„Sondern Gott weiß: An dem Tag, da ihr davon eßt, werden euch die Augen geöffnet, und ihr werdet sein wie Gott und werdet erkennen, was gut und böse ist! Und die Frau sah, daß von dem Baum gut zu essen wäre, und daß er eine Lust für die Augen und ein begehrenswerter Baum wäre, weil er weise macht; und sie nahm von seiner Frucht und aß, und sie gab davon auch ihrem Mann, der bei ihr war, und er aß.“ (1Mo 3,5–6)

Die Psychologie des gefallenen Menschen beginnt mit einem Mißverständnis des Falles. Wer ihn als Beschädigung eines Vermögens deutet — als sei ein Organ ausgefallen, ein Trieb gestört —, sucht den Defekt im Bauplan statt im Willen. Die Schrift redet anders: von einem geschehenen Ungehorsam, von einem Richtungswechsel. Der Mensch bleibt Mensch, aber er geht nicht mehr auf Gott zu, sondern von Gott weg.

Keil bemerkt zu 1Mo 3,1, die Schlange nenne Gott allein mit dem Namen Elohim, „und die Frau tut dasselbe. In diesem allgemeineren und unbestimmteren Namen wird die Persönlichkeit des lebendigen Gottes verdunkelt“ (Keil). Der Angriff gilt nicht einer Eigenschaft, sondern dem Verhältnis zu seinem Herrn.

Bavinck hat das Wesen der Sünde in einer Formel gefaßt, die für die Seelsorge unentbehrlich ist:

„Der Substanz nach ist dem Menschen durch die Sünde nichts genommen und nichts in ihn hineingelegt worden. Es ist derselbe Mensch, aber nun wandelnd — nicht auf Gott zu, sondern von Gott weg, dem Verderben entgegen. […] Sünde ist keine Substanz, sondern ein Mangel und eine Verderbnis. […] Das Hinken des Lahmen ist nicht ein Nichtgehen, sondern ein falsches Gehen.“ (Bavinck, Reformed Dogmatics III, § 37 «Das Wesen der Sünde»)

Sünde ist also keine dritte Größe im Menschen, kein eingepflanztes Etwas, sondern „die Beraubung jener sittlichen Vollkommenheit, die der Mensch besitzen sollte“ (Bavinck a. a. O.). Jede psychologistische Rede von einem „kranken Ich“ ist damit an der Wurzel verfehlt: Not tut nicht die Reparatur eines Apparates, sondern die Umkehr eines Weges. Rushdoony spitzt das zu — als eigene Akzentsetzung: Der Mensch habe im Fall nicht seine Menschheit verloren, „er wurde ein Sünder. Noch immer Mensch, aber ein Sünder“ (Rushdoony, «The Satanic Image of Man», Lektion 10).

2. Das satanische Gegenbild

„Da sprach die Schlange zu der Frau: Keineswegs werdet ihr sterben! Sondern Gott weiß: An dem Tag, da ihr davon eßt, werden euch die Augen geöffnet, und ihr werdet sein wie Gott.“ (1Mo 3,4–5)

Die Versuchung ist kein Überredungsversuch zu einer einzelnen Übertretung; sie meldet ein Gegenbild an. Calvin liest die Worte der Schlange als Anklage gegen Gott selbst: Satan „beschuldigt Gott, von Eifersucht getrieben zu sein, und das Gebot über den Baum gegeben zu haben, um den Menschen auf einem niedrigeren Rang zu halten“ (Calvin, Kommentar zu 1Mo 3,5). Gott erscheint als Neider, der Mensch als betrogener Erbe. Die Lüge erzeugt ein Bild, und dieses Bild verlangt Gleichförmigkeit.

Die alte Dogmatik hat dafür einen scharfen Ausdruck: Satan ist der „Affe Gottes“. Er hat keine schöpferische Kraft, er parodiert nur. Rushdoony macht daraus ein Programm — als eigenen Akzent: Satan wolle „den Himmel und die Erde und den Menschen nach seinem eigenen eingebildeten Bild neu machen“; darum habe er zu Eva in Wahrheit gesagt: „Ich will den Menschen nach meinem eigenen Bild neu machen, ich will ihn neu machen“ (Rushdoony a. a. O.).

Das satanische Gegenbild ist also nicht die Verneinung des Bildes Gottes, sondern seine Fälschung. Paulus beschreibt genau diesen Vorgang: Die Menschen „haben die Herrlichkeit des unvergänglichen Gottes vertauscht mit einem Bild, das dem vergänglichen Menschen, den Vögeln und vierfüßigen und kriechenden Tieren gleicht“ (Röm 1,23). Der Mensch bleibt Ebenbild — nur nicht mehr Gottes. Wer sich selbst zum Maß des Guten und Bösen macht, verkehrt das Bild, statt es zu verlieren.

3. Die Einbildungskraft als Werkstatt der Sünde

„Als aber der Herr sah, daß die Bosheit des Menschen sehr groß war auf der Erde und alles Trachten der Gedanken seines Herzens allezeit nur böse.“ (1Mo 6,5)

Wo die Schrift nach dem Sitz der Sünde fragt, nennt sie nicht die Umstände, sondern das Herz und dessen Einbildungskraft. Das hebräische Wort, das hier mit „Trachten“ wiedergegeben wird, bezeichnet nach dem Urteil der Hebraisten „stets einen bösen Vorsatz und eine böse Anschlagskunst“ — Gedanken, die sich gegen Gott richten und „darauf sinnen, eine Ordnung ohne Gott zu errichten“ (Rushdoony, «Imagination», Lektion 12).

Der JFB-Kommentar beschreibt an Evas Versuchung das Muster aller Versuchung:

„Die Geschichte jeder Versuchung und jeder Sünde ist dieselbe: der äußere Reiz des Gegenstandes, die innere Erregung des Gemüts, das Wachsen und der Sieg des leidenschaftlichen Verlangens — endend im Verfall, in der Knechtschaft und im Verderben der Seele.“ (JFB, Kommentar zu 1Mo 3,6; vgl. Jak 1,15; 1Jo 2,16)

Bavinck erklärt, warum die Sünde sich nicht „erklären“ läßt: Wohl lasse sich zeigen, „daß die Einbildungskraft das Vermögen ist, welches Gedanken in Ideale umsetzt“ — aber der Übergang von der Möglichkeit zur Wirklichkeit bleibe ein Geheimnis (Bavinck, Reformed Dogmatics III, § 36 «Der Ursprung der Sünde»).

Die Phantasie ist kein unschuldiger Spielplatz: Sie ist die Werkstatt, in der das Begehren seine Entwürfe zeichnet, bevor die Hand sie ausführt. Jeremia kennt keine Beschönigung: „Überaus trügerisch ist das Herz und bösartig; wer kann es ergründen?“ (Jer 17,9). Poole kommentiert: „Es gibt nichts so Falsches und Trügerisches wie das Herz des Menschen; trügerisch in seinen Auffassungen von den Dingen, in den Hoffnungen und Versprechungen, die es nährt, in den Zusicherungen, die es uns gibt“ (Poole, Kommentar zu Jer 17,9). Kein Mensch kennt seinen eigenen Grund.

4. Die Verlagerung des Bösen aus dem Herzen in die Umstände

„Woher kommen die Kämpfe und die Streitigkeiten unter euch? Kommen sie nicht von den Lüsten, die in euren Gliedern streiten?“ (Jak 4,1)

Jakobus stellt die Frage, die jede Psychologie entscheidet, und beantwortet sie selbst: Der Ursprung liegt nicht in den Verhältnissen, sondern in den Lüsten, die in den Gliedern streiten. Die Schrift kennt keine Entschuldigung durch den Ort. Darum ist die Verlagerung des Bösen aus dem Herzen in die Umstände die erste psychologische Entlastungslehre der Menschheitsgeschichte: Sie steht schon im dritten Kapitel der Bibel.

„Da antwortete der Mensch: Die Frau, die du mir zur Seite gegeben hast, die gab mir von dem Baum, und ich aß!“ (1Mo 3,12)

Der JFB-Kommentar notiert zu diesem Vers mit Verweis auf Calvin knapp: „Er gibt Gott die Schuld“ (JFB zu 1Mo 3,12). Adam nennt nicht zuerst die Frau, sondern den Geber der Frau. Die Schuld wird nach oben und nach außen abgeschoben — in die Umstände, in die Fügung, in die Verhältnisse. Eva verfährt nicht anders: „Die Schlange hat mich verführt; da habe ich gegessen!“ (1Mo 3,13).

Rushdoony hat diesen Zusammenhang zum Angelpunkt seiner Kulturkritik gemacht — als eigene Position, nicht als Allgemeingut der reformierten Tradition: Das Heidentum habe „die Verantwortung nicht im Menschen, sondern in der Umgebung des Menschen“ verortet — und zwar im umfassendsten Sinn des Wortes. Demgegenüber gelte: „Es ist nicht die Erbanlage und nicht die Umgebung, sondern die Sünde im Herzen des Menschen“ (Rushdoony, «Environmentalism», Lektion 13). Der Mensch sei „kein Produkt, sondern ein Produzent“ — kein Reflex, sondern eine Person.

Die Schrift bestätigt das mit einem Wort, das die Verkehrung des Denkens selbst als Gericht beschreibt: Gott „hat auch sie dahingegeben in unwürdige Gesinnung“ — die Menschen werden „erfinderisch im Bösen“ (Röm 1,28.30). Wer die Umstände anklagt, erfindet zugleich die Ausreden, mit denen er sich vor Gott verbergen will.

5. Kain als Urbild des kultivierten Rebellen

„Und der Herr sprach zu Kain: Warum bist du so wütend, und warum senkt sich dein Angesicht? Ist es nicht so: Wenn du Gutes tust, so darfst du dein Haupt erheben? Wenn du aber nicht Gutes tust, so lauert die Sünde vor der Tür, und ihr Verlangen ist auf dich gerichtet; du aber sollst über sie herrschen!“ (1Mo 4,6–7)

Gott stellt Kain die Sünde als lauernde Macht vor die Tür — und gibt ihm zugleich das Gebot der Herrschaft über sie. Kain aber herrscht nicht über sie, sondern über seinen Bruder: „Und Kain redete mit seinem Bruder Abel; und es geschah, als sie auf dem Feld waren, da erhob sich Kain gegen seinen Bruder Abel und schlug ihn tot“ (1Mo 4,8).

Kain ist nicht der rohe Barbar, sondern das Urbild des kultivierten Rebellen: Er baut die erste Stadt und nennt sie nach seinem Sohn — „Enoch“, das heißt Anfang, Weihe, ein neuer Anfang. Rushdoony liest dies als bewußte Gegenstiftung: Die Stadt Kains ist die Nachahmung der Stadt Gottes, „und zwar im Trotz gegen Gott und in der Furcht vor Gott. Kains Stadt war Menschenwerk gegen Gottes Werk, Menschengesetz gegen Gottes Gesetz, menschliche Planung und Kontrolle gegen Gottes Vorherbestimmung“ (Rushdoony, «The Cainite», Lektion 14). Sein eigener Ton: Der Kainit ist „in seiner Seele ewig ein heimatloser Wanderer“; er besitzt die Erde und ist ihr doch fremd. Das Wort „Entfremdung“ sei eine humanistische Erfindung; die Schrift dagegen leitet die Entfremdung aus dem Abfall ab.

Das ist die Signatur der gefallenen Kultur: Verantwortung wird durch Zivilisation ersetzt, Buße durch Bauen. Kain fragt zurück: „Soll ich meines Bruders Hüter sein?“ (1Mo 4,9) — die erste rhetorische Frage der Menschheit, und bis heute unbeantwortet.

6. Schuld als objektive Realität gegenüber dem subjektiven «Schuldgefühl»

„Siehe, in Schuld bin ich geboren, und in Sünde hat mich meine Mutter empfangen.“ (Ps 51,7)

David redet nicht von einem Gefühl, sondern von einem Zustand: Die Schuld ist die objektive Rechtslage des Menschen vor Gott, unabhängig davon, ob er sie empfindet. Das „Schuldgefühl“ ist demgegenüber eine Folge, ein Symptom — und ein trügerisches dazu, weil es sich abstumpfen, verdrängen und in Haß umlenken läßt.

Die Schrift beschreibt die Lage, nicht die Empfindung:

„Es ist keiner gerecht, auch nicht einer; es ist keiner, der verständig ist, der nach Gott fragt. Sie sind alle abgewichen, sie taugen alle zusammen nichts; da ist keiner, der Gutes tut, da ist auch nicht einer!“ (Röm 3,10–12)

Gott fragt Kain: „Was hast du getan? Horch! Die Stimme des Blutes deines Bruders schreit zu mir von dem Erdboden!“ (1Mo 4,10). Das Blut schreit — nicht Kains Gewissen. Die Schuld hat eine Stimme vor Gott, auch wo der Mensch sie zum Schweigen bringt. Genau hier liegt die reformierte Kritik an jeder Psychologie, die die Schuld in ein Gefühl auflöst. Rushdoony formuliert den Punkt scharf — wiederum als eigene Position: Das Schuldgefühl sei „Haß“; die Menschen „fühlen sich schuldig, weil sie wissen, daß sie Gott verantwortlich sind, und sie schlagen gegen ihn aus, statt ihre Schuld zu bekennen“ (Rushdoony, «The Satanic Image of Man», Lektion 10). Die moderne Psychologie, so seine These, habe das Wort Sünde aus dem Vokabular entfernt und die Schuld als bloßes Gefühl zurückbehalten — mit dem Ergebnis, daß sie nicht verschwindet, sondern wächst.

7. Der Erbsündezusammenhang: Römer 5,12–19 als Angelpunkt

„Darum, gleichwie durch einen Menschen die Sünde in die Welt gekommen ist und durch die Sünde der Tod, und so der Tod zu allen Menschen hingelangt ist, weil sie alle gesündigt haben.“ (Röm 5,12)

„Denn gleichwie durch den Ungehorsam des einen Menschen die Vielen zu Sündern gemacht worden sind, so werden auch durch den Gehorsam des Einen die Vielen zu Gerechten gemacht.“ (Röm 5,19)

An dieser Stelle wird die Psychologie zur Dogmatik. Wie hängen Adams Fall und seine Nachkommen zusammen? Calvin beantwortet die Frage in seiner Auslegung von Röm 5,12 mit einer doppelten Bestimmung: Das Sündigen der Vielen ist nicht Nachahmung, sondern Natur.

„Zu sündigen heißt hier, verdorben und lasterhaft zu werden; denn die natürliche Verderbnis, die wir von Mutterleibe mitbringen, bringt zwar nicht sogleich ihre eigenen Früchte hervor, ist aber doch Sünde vor Gott und verdient seine Rache; und das ist die Sünde, die man die Erbsünde nennt. Denn wie Adam bei seiner Erschaffung die Gaben der Gnade Gottes für uns ebenso wie für sich empfangen hatte, so hat er durch seinen Abfall vom Herrn in sich selbst unsere Natur verdorben, befleckt, entstellt und zugrunde gerichtet; denn nachdem er des Ebenbildes Gottes beraubt war, konnte er keinen Samen zeugen, der nicht ihm selbst gleich war.“ (Calvin, Kommentar zu Röm 5,12)

Gegen die pelagianische Ausflucht, die Sünde sei nur durch Nachahmung gekommen, hält Calvin fest: Dann wäre Christus „nur das Vorbild und nicht die Ursache der Gerechtigkeit“. Es folge also, „daß unsere angeborene und ererbte Verderbnis das ist, wovon hier die Rede ist“ (Calvin a. a. O.).

Die puritanische Tradition entfaltet diesen Zusammenhang in der Lehre vom Werkbund. William Cooper erklärt, Gott habe den Bund nicht mit Adam „als Einzelperson, sondern der Natur nach“ geschlossen, „sofern er unsere Natur mit sich trug, als der Repräsentant des Menschengeschlechts“; wir waren „in ihm Parteien des Bundes“ und darum dem Fluch seines Bruches unterworfen (Cooper, «The Covenant of Works», in: A System of Sound Words, Predigt VI).

John Wells unterscheidet in seiner Predigt über Röm 5,12 die klassische Zweiteilung:

„Nun pflegen die Theologen diese Erbsünde zu unterscheiden in peccatum originale originans und peccatum originale originatum: in die Erbsünde, die Ursprung ist, und die Erbsünde, die entsprungen ist; in die Ursache und in das Subjekt dieser Sünde, in die Quellen und in ihre Ströme; den einen Menschen, der ansteckt, und alle Menschen, die angesteckt sind.“ (Wells, «The Fall of Man», in: A System of Sound Words, Predigt VII)

Wells betont, die Sünde sei „nicht durch Nachahmung, sondern durch Zeugung“ eingetreten; Adams Sünde werde auf zweifache Weise überliefert: „durch Zurechnung“ und „durch Einwohnung“ — „die Schuld und der Flecken seiner Sünde werden auf alle seine Nachkommen fortgepflanzt“ (Wells a. a. O.). Peter Vinke führt für die angeborene Verderbnis 1Mo 5,3 an: Adam, nach Gottes Bild geschaffen, zeugte Seth „in seinem eigenen Gleichnis“ — also corruptus corruptum, „der verdorbene Adam zeugte den verdorbenen Seth“ (Vinke, Predigt VIII; vgl. Joh 3,6).

Innerhalb dieses Konsenses trägt die reformierte Dogmatik eine Binnendifferenz aus. Bavinck unterscheidet den „Realismus“ (die Nachkommen waren der Substanz nach in Adam und sündigten darum mit) vom „Föderalismus“ (sie sündigten nicht persönlich, doch der erste Bund rechnet ihnen Adams Tat zu). Der Realismus reiche nicht zu: „virtualiter, potentialiter, seminaliter mögen wir in ihm eingeschlossen gewesen sein, aber personaliter und actualiter hat er übertreten und nicht wir.“ Zugleich schließe der Föderalismus „die Wahrheit nicht aus, die im Realismus verborgen liegt“: Es bestehe „eine unitas naturae, auf der die unitas foederalis ruht“. Beide seien nur zwei Formen desselben Organismus: „Fiel Adam, so fiel die Menschheit; blieb Christus stehen, so wurde in ihm die Menschheit aufgerichtet“ (Bavinck, Reformed Dogmatics III, § 38). Shedd verteidigt in seiner Dogmatic Theology den realistischen Weg.

Der Angelpunkt bleibt Röm 5,12–19. Wer ihn preisgibt, verliert nicht nur die Erbsündenlehre, sondern die Logik des Evangeliums: Ist der erste Adam nicht das Haupt eines Bundes, dann ist der zweite Adam nicht das Haupt einer Gerechtigkeit. Die Psychologie des Menschen nach dem Fall ist darum kein Kapitel der Anthropologie allein — sie ist ein Kapitel der Christologie.

Quellen

Bibelübersetzung. Schlachter 2000 (Revision): 1Mo 3,4–6.12–13; 1Mo 4,6–10; 1Mo 6,5; Ps 51,7; Jer 17,9; Röm 1,23.28.30; Röm 3,10–12; Röm 5,12.19; Jak 4,1. Alle Zitate gegen den lokalen Schlachter-2000-Cache geprüft.

Kommentare (Olive Tree). Johannes Calvin zu 1Mo 3,5 und Röm 5,12; C. F. Keil zu 1Mo 3,1; JFB (Jamieson-Fausset-Brown) zu 1Mo 3,6 und 3,12; Matthew Poole zu Jer 17,9. Aus dem Englischen übersetzt.

Systematik und puritanische Predigten (Reformed Mind). Herman Bavinck, Reformed Dogmatics III, § 36 «Der Ursprung der Sünde», § 37 «Das Wesen der Sünde», § 38 «Die Ausbreitung der Sünde». — William Shedd, Dogmatic Theology (realistische Begründung der Erbsünde). — A System of Sound Words: William Cooper, «The Covenant of Works» (Predigt VI); John Wells, «The Fall of Man» (Predigt VII); Peter Vinke, «Of Original Sin Inhering» (Predigt VIII). Aus dem Englischen ins Deutsche übertragen.

Rushdoonys eigene Akzente (ausdrücklich als seine Position gekennzeichnet, nicht als Konsens der reformierten Tradition): «The Satanic Image of Man», «Imagination», «Environmentalism», «The Cainite» — Human Nature in Its Second Estate (RR131), Lektionen 10, 12, 13, 14.